Ankäufe & Subventionen

Die Aktivitäten der "Freunde" sind vielfältig: Wir kaufen wissenschaftliche Sammlungen und hervorragende Schaustücke für das Museum. Wir finanzieren Forschungsreisen sowie wissenschaftliche und populäre Veröffentlichungen (Auskünfte bezüglich der Kaufpreise erhalten Sie bei den Jahreshauptversammlung). Wir veranstalten für unsere Mitglieder Vorträge, Spezialführungen und Exkursionen. Wir bieten Information und gelegentlich auch ein geselliges Ereignis wie die Präsentation eines spektakulären neuen Ausstellungsstückes.

Wir legen beim Ankauf von Objekten besonderen Wert darauf, dass das Material im Ausstellungsbereich gezeigt wird oder zur wissenschaftlichen Arbeit genutzt werden kann. Viele der derzeit am Museum durchgeführten Forschungsarbeiten können nicht an Schauobjekten durchgeführt werden, sondern basieren auf der Vielfalt der einzelnen "Ladensammlungen", die sich hinter den Kulissen befinden. Unseren Mitgliedern bieten wir in Form von Spezialführungen immer wieder die Möglichkeit, sich von der Reichhaltigkeit und vom Umfang unserer Sammlungen sowie der wissenschaftlichen Arbeit zu überzeugen.

Ein besonderes Anliegen des Vereins ist es, die Forschungstätigkeit der Mitarbeiter am NHM zu unterstützen. Dies geschieht in Form von: 

  • Druckkosten-Subventionen

  • Subventionen für Forschungsreisen und Forschungsprojekte

(Förderrichtlinien zum Download)

Im Jahr 2019 übernahmen die FREUNDE des NHM Wien die Kosten für eine 14C Datierung von Skeletten aus Schletz/NÖ für die Publikation.                
Im Jahr 2019 beteiligten sich die FREUNDE des NHM Wien an den Kosten zur Anschaffung von Bohrequipment für das Bergwerk Hallstatt.              
Im Jahr 2019 finanzierten die FREUNDE des NHM Wien geophysikalische Untersuchungen im Hallstätter See.              
Mit Budgetmitteln der FREUNDE des NHM Wien wurde im Jahr 2019 das Pojekt "Realisierung von Spezialeffekten der Virtual Reality Hallstatt" unterstützt.            
Mit Budgetmitteln der FREUNDE des NHM Wien konnten im Jahr 2019 eine Schlangesammlung mit 500 Präparaten angekauft werden.            
Mit Budgetmitteln der FREUNDE des NHM Wien konnten im Jahr 2018 ein violetter Turmalin mit rundem Vierkantschliff und sehr seltener Farbe, sowie ein gelber Granat im Rundschliff angekauft werden. Turmalin (O1024): 1.5x1.17x0.94 cm, 11,38 ct, Afghanistan   Granat (O1023): 1,1x1,1x0,74 cm, 6,4 ct, Myanmar        
Im Jahr 2018 unterstützten die FREUNDE des NHM Wien eine Erkundungsbohrung im Hallstätter See.                
Im Jahr 2017 unterstützten die FREUNDE des NHM Wien die Datierung des prähistorischen Bergbaus Hallstatt.                
Mit Budgetmitteln der Freunde des NHM Wien konnten im Jahr 2017 eine Fossiliensammlung-Seeigel angekauft werden.            
Mit Budgetmitteln der Freunde des NHM Wien konnten im Jahr 2017 ein außergewöhnlich klarer und farbzonierter Fluorit-Kristall mit einer Kantenlänge von 24 cm sowie eine Großstufe mit Datolith-Kristallen, beide aus Dalnegorskin Russland, angekauft werden. Die Objekte sind in der Mittelvitrine im Saal 1 ausgestellt.          
Mit Budgetmitteln der Freunde des NHM Wien konnten im Jahr 2016 einige außergewöhnliche Mineralstufen angekauft werden.       Tantalit/Brasilien   Fluorit/Lungau   Hyalith/Ungarn (Tageslicht) Hyaltih/Ungarn (LUV)      
Edelopal, ca. 13ct, 20x16x8 cm; Wegel Tenna, Welo, Äthiopien          
Ammoniten aus Madagaskar (Unterkreide von Majunga, Provinz Toliara, ca. 120-100 Millionen Jahre). Bisher wurde vergleichbares Rohmaterial nicht angeboten, leider immer nur angeschliffene und polierte Stücke. Die ca. 120-100 Millionen Jahre alten Stücke sind nicht nur eine große Bereicherung der Dauerausstellung, sondern werden auch wissenschaftlich analysiert werden. Die in den Aragonitschalen von Ammoniten gespeicherten geochemischen Signaturen sind hervorragend geeignet ehemalige Meerestemperaturen und sogar die Lebensweisen der Tiere zu rekonstruieren. Diese Analysemethode ist von der sehr seltenen Erhaltung der Originalschale abhängig, wie es eben bei den Ammoniten-Stufen aus Madagaskar der Fall ist.          
Die Freunde des NHM haben die seltene Gelegenheit ergriffen eine reichhaltige Kollektion außergewöhnlicher Vogelbälge für die wissenschaftliche Sammlung des NHM zu erwerben. Die mehr als 300 Belege wurden zwischen 1925-1939 von Herrn Ing. Jerabek in Ost-, Südostasien und in Australasien (China, Indonesien, Philippinen, Neuguinea), in Zentralafrika (Kongo), Madagaskar und Südamerika (Paraguay) gesammelt.
Das Forschungsprojekt "Fürstensitz-Keltenstadt-Sandberg" wurde im Jahr 1995 von der Prähistorischen Abteilung des Naturhistorischen Museums Wien (wissenschaftliche Leiterin: Dr. Veronika Holzer) ins Leben gerufen. Seit 2003 wird das Forschungsprojekt auch vom Verein der Freunde des NHM Wien jährlich großzügig unterstützt. Dank der bisherigen hervorragenden Ergebnisse des Forschungsprojektes zählt Roseldorf heute zu den bedeutendsten keltischen Fundstellen Österreichs.
Anfang des Jahres 2013 kaufte der Verein der Freunde des Naturhistorischen Museums eine umfangreiche private Schlangensammlung für die Herpetologische Sammlung (1. Zoologische Abteilung, NHM Wien) an. Es handelte sich dabei um in Alkohol konservierte Schlangen, hauptsächlich aus S- und SO-Asien bzw. China. Das Material stammt aus der Privatsammlung der bekannten deutschen Schlangenforschers Gernot Vogel (Society for Southeast Asian Herpetology), der sein umfangreiches Forschungsmaterial in namhaften Museumssammlungen sicher deponiert und der wissenschaftlichen Gemeinschaft allgemein zugänglich gemacht wissen möchte. Zahlreiche Exemplare davon sind im Material seiner Publikationen angeführt und beschrieben worden. Die Präsentation des angekauften Materials für die Freunde des Naturhistorischen Museums…
Im April 2012 konnten die Freunde des Naturhistorischen Museums einen außergewöhnlichen großen, 15 Kilo schweren Muskovit aus der Jenipapo Mine in Minas Gerais (Brasilien) für die Schausammlung des NHM erwerben. Muskovit, ein Mineral der Glimmergruppe, ist ein sehr häufiges Mineral, das in vielen Gesteinen - z.B. in Glimmerschiefer und in Granit  vorkommt. Dort tritt Muskovit in Form von kleinen, silbirg glänzenden, blättrigen bzw. schuppigen Kristallen auf. Die angekaufte Mineralstufe zeichnet sich nicht nur durch ihre Größe, sondern auch durch die Vielzahl perfekt ausgebildeter Kristallrosetten und die strohgelbe Farbe aus. Warum diese Zwillingsbildung in Samllerkreisen als "Sternmuskovit" bezeichnet wird, ist offensichtlich.…
Der Verein der Freunde ermöglichte durch seinen Förderungsbeitrag die Transkription eines Teiles der Korrespondenzbücher, die Rudolf Pöch auf seinen Reisen nach Papua Neuguinea und Südafrika angefertigt hatte (Durchschläge seiner Briefe an Freunde, Familie und Kollegen in aller Welt). Rudolf Pöch (1913 zum Ao.Univ.-Prof. ernannt) begründete die erste Lehrkanzel für Anthropologie in Österreich und hat nicht nur als "Medienpionier" seine Spuren in der Anthropologie und Völkerkunde hinterlassen. Der Erforschung seines Wirkens ist Thema des FWF-Forschungsprojektes "Rudolf Pöch - Ein Wissenschaftspionier" (Projektleitung: Univ.-Prof. Dr. Maria Teschler).
Ankauf bei Willibald PRIELER, Luftbadgasse 6, 1060 Wien: 16 Stück zum Teil feinste Gravuren, Monogramme und Wappen. Aus dem Nachlass der Fa. SIESS & Söhne (gegr. 1858), 1060 Wien; ob es eine Eigenproduktion ist ist nicht sicher. Einzelne Objekte bis 5,5 cm   Inventarnummer: N8633
Die Bearbeitung der Keramik der ältesten Fundstelle (5700-5200 v. Chr.) der frühneolithischen Siedlung von Brunn am Gebirge (Niederösterreich) ist bereits abgeschlossen (FWF Projekt). Die Untersuchungen belegten die über 500 Jahre dauernde Entwicklung von der Starcevo-Kultur zur Kultur der Linearbandkeramik. Diese bäuerliche Kultur breitete sich später über ganz Europa aus.
In einem vom Österreichischen Forschungsfonds (FWF) finanzierten und von den „Freunden des NHMW“ unterstützen dreijährigen Forschungsprojekt untersuchen Mitarbeiter des Naturhistorischen Museums und der Universität Wien alpine Schnecken auf genetische und morphologische Differenzierungen. Im Fokus der Untersuchungen stehen die Zylinder-Felsenschnecke, Haarschnecken und Tönnchenschnecken. Als vor etwa 12.000 Jahren die weitflächigen Vergletscherungen in den Alpen aufgrund der Klimaerwärmung abschmolzen, wurden riesige neue Lebensräume frei, in die allmählich Pflanzen und Tiere wieder einwanderten. Ziel des Projektes ist eine Rekonstruktion der nacheiszeitlichen Besiedlung dieser Gebiete durch die untersuchten Schnecken. Dadurch wird unser Verständnis der Geschichte und Verbreitung der alpinen Fauna wesentlich erweitert. Das Nachzeichnen…
Das von den Freunden des NHMW angekaufte Stück ist ein Steinmeteorit, der in der nördlichen Sahara (vermutlich in Algerien) gefunden wurde. Eine erste Untersuchung des Steins ergab, dass dieser ein „LL- Chondrit“ ist und somit zur mit Abstand seltensten Gruppe unter den „Gewöhnlichen Chondriten“ gehört. Neben der Seltenheit dieses Meteoritentyps sind es die für LL- Chondrite ungewöhnliche Größe des Steins (ca. 8,9 kg Masse) sowie seine Oberflächenbeschaffenheit (bereichsweise mit Schmelzrinde), die diesen Meteoriten zu einer außergewöhnlichen Besonderheit machen. Der Stein ist sowohl ein attraktives Objekt für die Schausammlung als auch eine wertvolle Ergänzung der systematischen Meteoritensammlung des Naturhistorischen Museums.  …
Zu den besonderen Ankäufen des Jahres 2009 zählt eine 28 x 10 x 16 cm große Steindose mit Deckel aus einem interessanten Gestein, welches „Kambamba-Stein“ oder „Kambamba-Jaspis“ genannt wird und aus Madagaskar kommt. Die Dose wurde vom Steinschneider Axel Petry aus Bruchweiler nahe Idar Oberstein in Deutschland gefertigt. Bei dem Gestein handelt es sich um einen hellgrünen alkalischen Vulkanit mit Quarz, Albit und Klinopyroxen. Die dunkelgrünen „Augen“ zeigen im Mineralbestand Quarz, Kalifeldspat und Amphibol. Im Handel gibt es Verwechslungen mit dem aus Mexiko stammenden „Eldarit“ oder „Nebula Stone“, ebenfalls ein Vulkangestein, welches allerdings hellgrüne „Augen“ auf dunklem Grund zeigt. Für…
Im Vereinsjahr 2008 wurden für die Mineralogisch-Petrographische Abteilung Ankäufe diverser Mineralien und Edelsteine aus Afghanistan und Pakistan subventioniert. Darunter der sogenannte "Balas-Rubin", ein Spinell aus Tadschikistan sowie ein Korund in Graphit aus einem neuen Vorkommen.   Scheelit (N6499): Zwei ca. 2.5 cm große, miteinander verwachsene, orangebraune XX, über Bergkristallrasen auf Matrix. Skardu   Korund (N6500): Abgebrochene, etwa 6-kantige Rubinspindel umgeben von einer ca. 2mm dicken Graphitschieferschicht. Auch im Inneren von Graphitschiefer durchsetzt. 3eckig-tropfenförmig facettierter Stein mit rosa-blau-rosa zonierten Wachstumsstreifen, die schräg zur Tafel verlaufen Neues Vorkommen! Batakundi, Pakistan   Rubin (N6502): Für das bekannte Vorkommen, schön transparentes und schönfarbiges Material! Cabochon.…
Über eine Auktion des Dorotheums in Wien konnten die Freunde des Naturhistorischen Museums im heurigen Jahr aus Wiener Privatbesitz einen verzierten persischen Türkis ersteigern, der ein Pendant zu jenem Türkistalisman darstellt, den der Türkisschleifer und Kaufmann Mehdi Gassem aus Meshed (heute Masshad, Provinz Khorasan, Iran) Kaiser Franz Joseph, anlässlich dessen 80. Geburtstages, gewidmet hatte. Im Saal IV, dem Edelsteinsaal, sind in der Seitenvitrine 121 einige ganz besondere Objekte aufbewahrt, darunter jener prachtvolle, himmelblaue, bearbeitete Türkis, von seltener Größe und Schönheit. Die reich verzierte Goldeinfassung, die in einer Reihe mit kleineren Türkisen besetzten Medaillons die Initialen des Kaisers, das persische Wappen…
Die Apionidae („Spitzrüssler“) Sammlung von DI Wolfgang Suppantschitsch (langjähriger freier Mitarbeiter der Käfersammlung, verstorben am 30. März 2008) ist wegen ihrer Einzigartigkeit und Aktualität von großer Bedeutung für Naturschutz und Wissenschaft. Alle in der Sammlung Suppantschitsch vorhandenen Spitzrüssler (insgesamt ca. 14.500 Exemplare aus etwa 900 Arten und Unterarten, in der Hauptsache aus der paläarktischen Faunenregion stammend) sind vorbildlich präpariert, etikettiert, nach der aktuellsten Systematik zusammengestellt und von ihm selbst wie von anderen international anerkannten Spezialisten bearbeitet und determiniert. Schon seit mehreren Jahrzehnten wurde in Österreich keine vergleichbare Sammlung dieser Käferfamilie angelegt - die letzte war die wesentlich kleinere Apionidae-Sammlung von…
Fossilienwelt Weinviertel - Begegnung mit einem dramatischen Stück Erdgeschichte Die Freunde unterstützen eine Grabungskampagne des NHMW im Korneuburger Becken. Auf dem Teiritzberg in Stetten schlummert ein 17 Millionen Jahre altes Austernriff. Weltweit ist diese Fossillagerstätte einzigartig und stellt das heute wohl am besten wissenschaftlich bearbeitete und dokumentierte Becken der Welt dar, das jede Menge erdgeschichtlicher Superlative birgt: die größte fossile Perle - das größte fossile Austernriff - die längste Riesenauster - den ältesten Gangesdelphin - die letzten europäischen Alligatoren… Die gewaltige Vielfalt erlaubt eine äußerst detaillierte Rekonstruktion des Lebensraumes: Vor 16,5 Millionen Jahren, im frühen Miozän, war das Korneuburger Becken…
Chergach ist ein neuer Meteoritenfall aus Mali, der sich im Juli 2007 in der Grenzregion zu Algerien ereignete. In der Folge wurden nach diesem Ereignis rund 100 kg Material aufgesammelt, wobei der allergrößte Teil sehr rasch im weltweit vernetzten Meteoritenmarkt „verschwand“. Der Meteorit wurde bereits wissenschaftlich untersucht und als H-Chondrit klassifiziert. Obwohl somit zur häufigsten Meteoritengruppe gehörend, weist Chergach einige Besonderheiten auf. So zeigt er zum Beispiel in seinem Inneren ein sehr interessantes Gefüge, das darauf schließen lässt, dass heftige Kollisionen im Asteroidengürtel sein Ausgangsgestein erheblich veränderten. Dieses repräsentative Einzelstück von Chergach ist eine wertvolle Ergänzung und Bereicherung für die…
Bassikounou ist ein beobachteter Meteoritenfall, der sich am Morgen des 16. Oktober 2006 im Südosten Mauretaniens ereignet hat. Nach Augenzeugenberichten wurde das Fallereignis von einer spektakulären Feuerballerscheinung begleitet. Bereits kurz nach dem Fall wurde von einem Einheimischen ein über 3 kg schweres Stück des Meteoriten aufgesammelt. Insgesamt wurden mehr als zwanzig Einzelstücke mit einer Gesamtmasse von rund 46 kg gefunden. Der Steinmeteorit Bassikounou gehört zur großen Gruppe der "Gewöhnlichen Chondrite" und wurde als H-Chondrit klassifiziert. Der von einem Wiener Meteoritenhändler erworbene Meteorit ist eine wertvolle Ergänzung und Bereicherung für die Meteoritensammlung des NHM.       Das 2,2 kg schwere…
Die Würfelnatter Natrix tessellata (LAURENTI, 1768) im Südlichen Wiener Becken und am Alpenostrand (Niederösterreich) Die "Freunde" subventionieren den Farbdruck einer Publikation über die Würfelnatter in der Zeitschrift Herpetozoa (Grillitsch et al. 2007). In der Arbeit wurde das Vorkommen dieser Art in ausgewählten Uferabschnitten von Gewässern im Südlichen Wiener Becken sowie am Alpenostrand (Niederösterreich) untersucht. Im Zuge dieser Erhebungen wurde auch eine Aufnahme der Lebensraumausstattung durchgeführt. Abstract der Arbeit zum Download
Im Vereinsjahr 2006 wurden für die Mineralogisch-Petrographische Abteilung Ankäufe diverser Mineralien und Edelsteine subventioniert.   Fluor-Na-Microlit (N4184a): Kleiner blauer stein, facettiert. Fundort unbekannt.     Forsterit (N4184b): Kleiner Stein, farblos, vierkant facettiert. Sri Lanka     Kyanit-Ce (N4184c): Dunkelblaues Cabochon mit scharfen Katzenaugen in Längsrichtung. Brasilien     Kyanit-Cr (N4184d): Kleiner Stein, dunkelblau, oval facettiert. Madagaskar     Poldervaartit (N 4184e): Lachsfarbener, viereckiger Stein, facettiert. Südafrika     Powellit (N4184f): Viereckiger facettierter, grasgrüner Stein, eine Ecke fehlt. Chile     Suolunit (N4184g): Farbloser, facettierter, ovaler Stein, mit Mondscheineffekt. Kanada     Muskovit (N4184h): Rosa, längliche viereckige Facetten. Brasilien    …
Die Freunde förderten im Jahr 2006 das Projekt "Genetisches Monitoring der Braunbären in den niederösterreichischen-steirischen Kalkalpen". Im Rahmen dieses Projektes, das seit sechs Jahren im Labor für Molekulare Systematik am NHM läuft, werden im Freiland gesammelte Haar- und Losungsproben untersucht. Mittels DNA-Fingerprinting - einer auch in der Kriminalistik eingesetzten Methode - werden die Proben einzelnen Bären zugeordnet. So kann die Entwicklung der Population mitverfolgt werden. Diese moderne Methode bietet den Vorteil, dass ohne jeglichen menschlichen Kontakt Informationen über Demographie und Verwandtschaftsbeziehungen dieser Wildtierpopulation gewonnen werden können. Das Projekt, aufgrund der Datenfülle einmalig in Europa, ist beispielhaft für Wiederansiedelungsvorhaben von Großsäugern…
Vom 1. bis 4. September 2006 hat am Naturhistorischen Museum das "32. Treffen der Arbeitsgruppe Mitteleuropäischer Heteropterologen" am Naturhistorischen Museum stattgefunden. Im Band 7, 2006 der "Beiträge zur Entomofaunistik" (Herausgeber: Österreichische Gesellschaft für Entomofaunistik am NHMW) ist ein umfangreicher und bunt illustrierter Bericht der Fachtagung, mit Zusammenfassungen der Fachvorträge und ausführlichem Exkursionsbericht, erschienen. Die "Freunde des Naturhistorischen Museums" haben die Druckkosten für diesen Beitrag übernommen.  
Die Freunde finanzierten den Ankauf eines Topases aus Pakistan und eines Kunzits aus Afghanistan für die Mineralogische Sammlung. Topas (N3882b): 107 ct, Apaligon, Braldu, Pakistan   Kunzit (N3882a): 44.9 ct, Afghanistan        
Bei einer Grabung des Instituts für Paläontologie der Universität Wien wurde 2003 ein einmaliger Fund zu Tage gefördert. In 14 Millionen Jahre alten Meeresablagerungen von Immendorf in Niederösterreich lag zwischen den fossilen Schalen von Muscheln und Schnecken ein grüner Glastropfen. Chemische Analysen ergaben, dass es sich um einen Moldavit handelt, ein beim Aufschlag eines Meteorits (Impakt) aufgeschmolzenes irdisches Gestein, hochgeschleudert und im Flug zu Glas erstarrt. Moldavite eignen sich durch Farbe, Härte, Reinheit und Seltenheit zur Schmuckherstellung. Die im Unterdruck entstehenden Gasblasen und die unverkennbaren Fließstrukturen im Inneren sowie seine beeindruckende Oberflächenskulpturierung machen diesen Fund zu einem wertvollen Ausstellungsobjekt. Der…
Der Ankauf einer Probe des Meteoriten St. Aubin wurde durch die "Freunde des NHMW" gefördert. Die Analyse dieser Probe ist Gegenstand eines vom FWF geförderten Projekts zur Erforschung chemisch differenzierter Meteoriten. Erste Ergebnisse der Untersuchung der Einschlüsse im Metall zeigten bereits, dass die Eisenmeteoriten eine späte Bildung nach der Entstehung der Steinmeteoriten sind. Eine Entstehung, wie es das zurzeit populäre Modell mittels schmelzflüssiger Trennung von Metall und Silikat vorsieht, kann aufgrund der bisherigen Analyse definitiv ausgeschlossen werden.   Probe vom Meteorit St. Aubin          
2004 ist den Freunden des NHMW der Ankauf einer der größten und schönsten in Europa vorhandenen Sammlungen tropischer Schmetterlinge gelungen. Nach dem Tod des engagierten Privatsammlers und Forschers Christian Kincl sicherte die schnelle Reaktion der Freunde die Sammlung für das Naturhistorische Museum. Diese umfasst über 60.000 Präparate in mehr als 800 Sammlungsladen. Durch ihren ästhetischen Charakter ist diese wissenschaftliche Sammlung auch für eine Ausstellung geeignet. Der wissenschaftlich wertvollste Teil ist die Südamerika–Sammlung, die allein so manche Museums–Sammlung übertrifft. Passifloren-Falter der Gattung Heliconius  
Bei einem so spektakulären Angebot mussten wir einfach zugreifen! Dem Naturhistorischen Museum wurde ein komplettes Skelett eines Mosasauriers aus den USA angeboten. Ein Mosasaurier in dieser Qualität fehlte bisher in der Schausammlung unseres Museums. Das Präparat ist erstklassig: der Schädel besteht zu 98 % aus Originalknochen, das Rumpfskelett zu etwa 80 - 85 %. Der stolze Fund wurde in kreidezeitlichen Schichten von Kansas in den USA getätigt, das Skelett ist etwa 88 Millionen Jahre alt. Der Vorstand der Freunde des Naturhistorischen Museums hat den Ankauf für das Museum beschlossen. Die Finanzierung war zum Großteil aus Rücklagen der "Freunde" gesichert. Zur…
Nur in seltenen Fällen gelingt es, Polypen und Quallen so zu präparieren, dass sie Schauzwecken genügen. Die Freunde des Naturhistorischen Museums haben ein Exemplar aus Kunststoff beim Modellbauer Ermano Bianchi aus Milano in Auftrag gegeben. Dieses Objekt zeigt das Tier naturgetreu in Farbe, Form und Größe und ist im Saal XXII zu besichtigen. Modell einer Portugiesischen Galeere        
Die projektierte Ausstellung der "Hominidenevolution" in der Anthropologischen Schausammlung unterstützten die Freunde mit dem Ankauf einer dermoplastische Rekonstruktion eines jungpaläolithischen Homo sapiens. Präsentation am 16. 11. (siehe Vorträge)! Rekonstruktion eines jungpaläolithischen Jägers Homo sapiens
Spitzenberger F. (2001), Grüne Reihe des BMLFUW Band 13, 895 Seiten. ISBN 3-85333-063-0 Die Druckkosten wurden von den "Freunden" mitfinanziert.  
Präparation Paläontologische Schausammlung Ein besonders schönes Exemplar von Mene rhombea (Hochseefadenfisch) wurde im Jahr 2001 mit finanzieller Unterstützung der „Freunde“ neu präpariert. Zu bewundern ist er im Saal IX, Vitrine 11.  
In den Jahren 2000 - 2002 unterstützten die Freunde die archäologische Grabung am Kranawetberg in Grub bei Stillfried an der March, damit die seit mehreren Jahren laufende Grabungskampagne weitergeführt werden konnte. Dieser Lagerplatz eiszeitlicher Jäger ist ca. 25.000 Jahre alt. Bisher wurden eine Behausung mit einer Feuerstelle und eine zweite Feuerstelle freigelegt. Mehrere Fundschichten zeigen, dass der Platz immer wieder aufgesucht wurde. Steinwerkzeuge, Schmuckschnecken und geschnitzte Knochenperlen sind aussagekräftige Fundobjekte dieser Grabung. Unsere Mitglieder hatten schon wiederholt die Möglichkeit, sich vor Ort über die Grabung zu informieren. Arbeiten an der Grabung am Kranawetberg Schmuckschnecken und Schmuckperlen Steinwerkzeuge Feuerstelle  
Nach EDS-Analysen etwa 2/3 Pyrop-Komponente und 1/3 Almandin. Der Ankauf wurde durch Unterstützung der "Freunde des NHM-Wien" ermöglicht.   Pyrop-Almandin (N9478): Dunkelroter, leicht violettstichiger ovaler Stein, Gewicht 227.91 Karat, Sri Lanka    
Polatschek A. (1997 - 2002) 215 x 303 mm, 5 Bände, zu beziehen über: https://www.nhm-wien.ac.at/verlag. Die Druckkosten wurden von den "Freunden" übernommen.  
Die "Freunde" unterstützen das geographisch umfassendste Biodiversitätsprojekt, das jemals in China durchgeführt wurde. Es wurde im Jahr 1992 von Mitarbeitern des Naturhistorischen Museums initiiert und bis heute erfolgreich fortgeführt. Die Erforschung der chinesischen Wasserkäfer gilt als größtes faunenkundliches Forschungsunternehmen. Zur Homepage des Projektes. Ausgewählte Beispiele zur morphologischen Vielfalt der Wasserkäfer Chinas
Die Zahl der im Laufe der Jahre durch die "Freunde" getätigten oder geförderten Ankäufe ist groß. Ein besonders schönes Exemplar von Mene rhombea (Hochseefadenfisch) wurde mit finanzieller Unterstützung der "Freunde" neu präpariert. Zu bewundern ist er im Saal IX, Vitrine 11. Als weitere Beispiele aus den vergangenen Jahren seien hier das Urpferdchen, ein Plesiosaurier, ein Flugsaurier aus der Gattung Rhamphorhynchus und die Meteoritensammlung HUSS erwähnt. Auch für die Edelsteinsammlung konnten in den letzten Jahren bemerkenswerte Neuerwerbungen von den "Freunden" mitfinanziert werden: Ein ca. 20 cm hoher und ca. 1.4 kg schwerer Aquamarin aus Jajarkot District / Nepal ziert ebenso wie…