Martin Kapun & Luise Kruckenhauser
(Zentrale Forschungslaboratorien des NHM Wien)
In diesem populärwissenschaftlichen Vortrag bieten uns Martin Kapun, Evolutionsbiologe und Bioinformatiker am Naturhistorisches Museum Wien sowie Luise Kruckenhauser, Leiterin des DNA-Labors, einen Einblick in die Forschung am Museum. Sie zeigen, wie moderne Wissenschaft historische Sammlungsstücke in wahre Schatzkammern neuer Erkenntnisse verwandelt. Im Mittelpunkt steht „Museomics“ - ein junges Forschungsfeld, das moderne Genetik mit den einzigartigen Beständen von Museen verbindet. Dabei untersuchen Forschende die Erbinformation, also den „Bauplan des Lebens“, von Präparaten aus Museumssammlungen. Mithilfe hochentwickelter Labormethoden und computergestützter Analysen gelingt es, selbst aus sehr altem Material DNA zu gewinnen und zu untersuchen.
Der Vortrag zeigt Beispiele aus der aktuellen Forschung zu gefährdeten oder bereits ausgestorbenen Arten und macht verständlich, wie sich ihre Entwicklungsgeschichte im Erbgut nachvollziehen lässt. So erfahren wir, wie Arten miteinander verwandt sind, wie sie sich im Laufe der Zeit verändert haben – und was wir daraus für die Gegenwart lernen können. Denn die Analyse historischer DNA hilft nicht nur, die Vergangenheit besser zu verstehen. Ohne genetische Analysen biologischer Museumssammlungen fehlten uns wichtige Hinweise darauf, wie Tiere und andere Organismen auf die rasanten Umweltveränderungen unserer Zeit reagieren – und welche Chancen sie haben, in einer sich wandelnden Welt zu überleben.
Freier Eintritt (ab 16:00) zum Vortrag – Kennwort „Museomics“ bei der Kassa nennen
gemeinsame Veranstaltung: Österreichische Mineralogische Gesellschaft, Freunde des Naturhistorischen Museums und Naturhistorisches Museum Wien


