Foto: Knöcherner Teil des Innenohrs eines Menschen, eines Schimpansen, eines Gorillas, eines Orang-Utans und eines Gibbons, von l. nach r. Anne Le Maître.

Waren unsere Vorfahren Zweibeiner? Was wir aus dem Innenohr lernen können.

Mittwoch, 21. Jänner 2026, 18:30, Vortragssaal NHM Wien

Mag. Dr. Anne Le Maître
Evolutionsbiologin, Universität Wien

 

Unter den lebenden Arten sind unsere nächsten Verwandten die Schimpansen und Bonobos. Um den Ursprung und die Entwicklung unserer Spezies nachzuverfolgen, suchen Paläoanthropolog*innen nach Fossilien, die am ehesten unsere Vorfahren oder deren nahe Verwandte darstellen. Da weder DNA noch soziales und kulturelles Verhalten nach mehreren Millionen Jahren erhalten bleiben, können uns nur Knochen und Zähne Hinweise geben. Unsere Spezies zeichnet sich durch ihre zweibeinige Fortbewegung aus, weshalb dieses Kriterium in der Regel herangezogen wird, um die Zugehörigkeit eines Fossils zum menschlichen Zweig zu bestimmen. Leider sind die Skelettelemente, die diese Hinweise liefern, wie Oberschenkelknochen, Becken oder Fußknochen, nicht immer erhalten. In diesem Vortrag werde ich zeigen, wie man die Morphologie des Innenohrs – des Gleichgewichtsorgans – als indirektes Mittel zur Rekonstruktion des Fortbewegungsverhaltens einer fossilen Spezies nutzen kann.

 

Gemeinsame Veranstaltung: Anthropologische Gesellschaft in Wien, Freunde des Naturhistorischen Museums und Naturhistorisches Museum Wien

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